851-0523-00L  Digital Humanities – Rechnen in den Geisteswissenschaften

SemesterHerbstsemester 2020
DozierendeR. Wichum
Periodizitäteinmalige Veranstaltung
LehrspracheDeutsch
KommentarMaximale Teilnehmerzahl: 20


KurzbeschreibungWie rechnen Geisteswissenschaften? Das Seminar will in wissens- und technikhistorischer Perspektive danach fragen, wie Geisteswissenschaften seit ca. 1960 mit dem Rechnen umgehen. Wie haben sich geisteswissenschaftliche Disziplinen durch den Einsatz von Computern und digitalen Netzwerken verändert? Und wie haben sich Infrastrukturen wie Bibliotheken und IT Dienste dabei gewandelt?
LernzielStudierende werden anhand von Wissenssoziologie, Technik- und Wissensgeschichte mit der wechselseitigen Abhängigkeit von technischen, epistemologischen und institutionellem Wandel vertraut gemacht. Neben der Lektüre von Texten und der Arbeit mit Quellen stehen im Seminar auch Exkursionen zu Orten digitalisierten Wissens auf dem Programm.
InhaltDas Seminar will in wissens- und technikhistorischer Perspektive danach fragen, wie Geisteswissenschaften mit dem Rechnen umgehen. Dazu werden wir einerseits analysieren, wie Literaturwissenschaften (Computerlinguistik, Distant Reading) Geschichtswissenschaften (New Economic History, Cliodynamics), Soziologie (Simulation) und die Rechtswissenschaften (Rechtsinformatik) ihre Wissensproduktion an Computer und digitale Netzwerke delegiert haben. Zum anderen stehen die hochschuleigenen Infrastrukturen (Bibliotheken, IT-Dienste) im Blickpunkt, auf deren Dienste wir heute nicht mehr verzichten können.
LiteraturBerry, D. M. (2011). The computational turn: Thinking about the digital humanities. Culture Machine, 12, 1–22. https://doi.org/10.1007/s12599-014-0342-4

Chun, W. H. K., & Rhody, L. M. (2014). Working the Digital Humanities: Uncovering Shadows between the Dark and the Light. Differences, 25(1), 1–25. https://doi.org/10.1215/10407391-2419985